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KAMPFSPORT SUPPLEMENTE

Supplemente und Nahrungsergänzungsmittel begegnen uns immer häufiger in Werbung und Medien. Verband man die Begriffe noch zumeist mit Bildern von Bodybuildern und Profiathleten mit Muskeln aus „Stahl“, so können heutzutage dem modernen Fitness-Trend folgend immer mehr Menschen in verschiedenen Lifestyle-Umfeldern mit diesen Begriffen nicht nur etwas anfangen, sondern setzen diese immer häufiger zum gezielten Gebrauch ein. Gerade Sportler in den unterschiedlichsten Kategorien können sich Supplemente und Nahrungsergänzungsmittel vielseitig zu einer gesunden Ernährung und rundum verbesserten Fitness nutzbar machen. Welche Produkte dabei gewählt werden, hängt von der individuellen Ernährung und Lebensweise sowie den Bedürfnissen und Ambitionen des jeweiligen Konsumenten ab. Auch im Bereich des Kampfsports kann von nahrungsergänzenden Zusätzen profitiert werden. Bei einem Einstieg in die Welt der Supplemente stellt man sich häufig zunächst die Frage, wie diese zum Einsatz zu bringen sind und in welcher Beziehung sie zu der normalen Ernährung stehen. Während der Name bereits darauf hinweist, bildet die Basis für die physische Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit des Körpers die grundlegende, gesunde Ernährung. Supplemente bieten keinen Nahrungsersatz, sondern sind sozusagen der Feinschliff an bestimmten physischen Attributen, die gezielt gefördert werden wollen.

Welche Produkte sind nun konkret für den Kampfsportler sinnvoll und werden empfohlen?

Eine einfache Empfehlung ist ad hoc nicht einfach auszustellen. Beispielsweise nutzt eine Aufstellung der für Bodybuilder ausgestellten Empfehlungen an Nahrungsergänzungsmitteln und Supplementen für einen Kampfsportler nicht viel, da beide im Sinne ihres jeweiligen Sports unterschiedliche Ambitionen haben und somit andere Ziele ansteuern. Das Ziel gilt es bei der Entscheidung zu der Frage „Welche Nahrungsergänzungsmittel brauche ich als Kampfsportler?“ als erstes zu definieren. Während der Bodybuilder primär das Ziel eines hohen Muskelwachstums verfolgt und daher größtenteils auf die physische Präsentation Wert legt, muss ein Kampfsportler hinsichtlich seiner Leistungseffizienz ein komplexeres Sammelsurium an Voraussetzungen, Leistungen und Zielen beachten, das per se nicht so leicht definiert ist.

Muskelwachstum tritt eher als eine natürliche Folge bei regelmäßigen Kampfsportraining in Erscheinung und wird somit nicht direkt anvisiert. Die vielseitigen Anforderungen in den Kampfsportarten liegen in erster Linie bei den Faktoren Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination,Treffsicherheit, Kondition und Regenerationsdauer. Es ist im allgemeinen Interesse des Kampfsportlers all diese Attribute im Laufe seines Trainings und seiner Kamfsportpraxis zu verbessern. Basis für diese Verbesserungsmöglichkeiten sind selbstverständlich eine ausgewogene, gesunde, an den individuellen Bedarf angepasste Ernährung sowie ein gezieltes, ambitioniertes Training. Dieser Basisplan für eine verbesserte Leistungsfähigkeit kann durch Supplemente seine Abrundung und Finesse erhalten.

Welche Nahrungsergänzungsmittel braucht ein Kampfsportler in erster Linie?

Wenn man zu den genannten Erfordernissen an die physische Fitness die Liste möglicher Supplemente betrachtet, entsteht aufgrund der hohen Anzahl von Wahl- und Kombinationsmöglichkeiten beim Leser zunächst zurecht Verwirrung. Doch auch hier wird eine Basis gelegt, auf die sich aufgrund ihres Vorranges konzentriert werden darf: Proteine und Aminosäuren stehen im Zentrum dieses Plans.

Warum sind Proteine so wichtig für den Kampfsport?

Proteine sind für den Kampfsport wichtig und essentiell und stellen überdies einen zentralen Baustein unseres Körpers dar. Gerade beim ambitionierten Kampfsporttraining muss darauf geachtet werden, dass der Bedarf an Proteinen stets gedeckt ist – denn Kampfsportler haben beim Training einen erhöhten Eiweiß-Bedarf, der mit ihrer hohen physischen Belastung einhergeht. Je öfter man trainiert und je höher die Belastung ist, desto höher steigt auch der Bedarf an Eiweiß. Daher muss man unbedingt sicher gehen, ob der Proteinbedarf allein über die Ernährung gedeckt wird. Ist dies nicht der Fall, kann ein gezielter Einsatz einer Eiweiß-Supplement-Quelle nützlich sein.

Welches Protein ist nun das Richtige?

Beliebt unter den Eiweißpulvern ist aus vielen Gründen das klassische, auch als Whey Protein-Isolat bekannte, Molkenprotein-Isolat, da dieses u.a. die höchste biologische Wertigkeit aufweist. Des Weiteren findet man auf dem Fitness-Markt herkömmliche Milcheiweißpulver, die es mittlerweile in fast jedem Supermarkt zu kaufen gibt. Aber auch andere Quellen werden für die Herstellung von Eiweiß-Supplementen herangezogen. Eiklar ist eine weitere tierische Proteinquelle, die sich manches Nahrungsergänzungsprodukt zur Basis macht. Überdies gibt es jedoch auch gerade wegen der steigenden Anzahl von Vegetariern und Veganern Eiweißpulver, die auf nicht-tierischen Bestandteilen basieren. Beispielsweise können Vegetarier und Veganer auf Proteinpulver zurückgreifen, das auf Soja, Reis, Erbsen oder Hanf basiert. Für Ovo-Lacto-Vegetarier und Fleischesser sei jedoch der Griff zum klassischen Whey Protein empfohlen, da dieses wie schon erwähnt die höchste biologische Wertigkeit der aus einer Quelle stammenden Proteine besitzt. Generell sind tierische Eiweiße zudem vom menschlichen Körper besser verwertbar als pflanzliche Proteine.

Die Dosierung des Pulvers sollte zudem immer beachtet werden. Gängige Empfehlungen finden sich zumeist auf der Verpackungsrückseite des jeweiligen Produkts oder der Herstellerseite.

BCAA – verzweigtkettige Aminosäuren

Einen weiteren wichtigen Grundbaustein für die Ernährung stellen die essentiellen Aminosäuren dar. Für den Sport spielen gerade verzweigtkettige Aminosäuren, allgemeiner unter der Abkürzung BCAA für Branched Chain Amino Acids bekannt, eine große Rolle.

Was sind essentielle Aminosäuren bzw. BCAA genau und wofür braucht der Körper sie?

Aminosäuren sind stickstoffhaltige Verbindungen, die die Bausteine der Proteine enthalten. Ohne essentielle Aminosäuren ist der Körper auf Dauer nicht lebensfähig, denn sie sind integraler Bestandteil seines Zellaufbaus. Die essentiellen Aminosäuren können sich nicht von selbst im Körper aufbauen und müssen somit über die Nahrung zugeführt werden. Weist die Ernährung jedoch einen Mangel an essentiellen Aminosäuren auf, wird der Körper allgemein unzureichend mit Aminosäuren versorgt, da in dem Fall auch andere Aminosäuren nicht zum Proteinaufbau genutzt, sondern stattdessen in Fette und Zucker abgebaut werden. Daher ist es ein weiteres Fundament nebst der Eiweißzufuhr beim Kraftsport wie auch bei anderen Ausdauersportarten die Zufuhr an essentiellen Aminosäuren zu beachten. Die BCAA gehören ebenfalls zu diesem Typus Aminosäuren und bezeichnen konkret Valin, Leucin und Isoleucin. Diese Säuren sind in allen proteinhaltigen Nahrungsmitteln enthalten, werden über den Magen aufgenommen und von dort aus direkt in den Blutkreislauf zur anschließenden Verwertung für den Muskelaufbau geleitet. Die Aminosäuren müssen daher nicht über die Leber verwertet werden und können direkt im Muskelgewebe verarbeitet werden. Die Energie kann somit direkt dort vom körpereigenen „Auto-Locate-System“ verwandt werden, wo sie aktuell benötigt wird.

BCAA werden zahlreich von vielen verschiedenen Herstellern in der Fitnessindustrie beworben, daher locken viele Produkte mit beispielsweise Versprechungen von einer verbesserten Leistungsfähigkeit und Reduktion der Regenerationszeit, sogar konstanter Muskelaufbau während intensiver Trainingsintervalle wird durch die Einnahme von BCAA-Supplementen in Aussicht gestellt. Wissenschaftlich werden diese Annahmen nicht gestützt, allerdings konnte aber die Möglichkeit positiver Effekte herausgestellt werden.

Eine Regulation des Eiweiß- und Aminosäurenhaushaltes ist jedoch für die körperliche Leistungsfähigkeit definitiv unabdingbar.

Desweiteren sollte auf die Vitamin- und Mineralstoffzufuhr geachtet werden. Auch diese kann man in Form von Supplementen zu sich nehmen.

Ob man nun zu Nahrungsergänzungsmitteln und Supplementen greift oder nicht, im Zentrum muss eine gesunde, wohl balancierte Ernährung stehen um die körperliche Leistungsfähigkeit und eine Leistungsverbesserung zu ermöglichen. Gerade bei Ausdauersportarten wie auch dem Kampfsport sollte daher unbedingt auf eine ausreichende Abdeckung an Eiweiß, einer regulierten Zufuhr von Aminosäuren, darunter auch BCAA, Vitaminen und Mineralstoffen erfolgen. Diese sollten dem Körper dann entweder ausreichend über die entsprechende Ernährung oder, falls nicht ausreichend, durch eben entsprechende Supplemente zugeführt werden.

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